Aktuelles 2007

Pressemitteilung vom 29.Oktober 2007

Vitamine für die kalte Jahreszeit
Tiefgekühlte Blaubeeren stärken das Immunsystem

Auch im Winter müssen die Verbraucher nicht auf ihre tägliche Portion Blaubeeren verzichten. Die knackigen Früchte gibt es in diesen Monaten in den Tiefkühlregalen des Lebensmitteleinzelhandels und vereinzelt auch in Kühlboxen der Hofläden größerer Heidelbeerplantagen. Nach Informationen des Landvolk Pressedienstes Niedersachsen (LPD) ist wegen des frühen Erntebeginns in diesem Jahr das Angebot an Blaubeer-Tiefkühlware besonders groß. „Die Verbraucher haben Mitte Juni noch nicht mit den Heidelbeeren gerechnet“, erklärte Friedrich Wassermann, Plantagenbesitzer aus Neustadt am Rübenberge, gegenüber dem LPD. So habe das Angebot an Frischware im warmen Frühsommer die Nachfrage stark überschritten. Diese Übermengen fanden dann den Weg in die Frosterei. Das Angebot an gefrosteten Blaubeeren liege in diesem Jahr durchschnittlich rund 15 Prozent über den Vergleichszahlen der Vorjahre, schätzt Udo Funch, Vorstandssprecher des Bundes deutscher Heidelbeeranbauer (BdH). Frostware lässt sich industriell vielseitig zu Saft, Wein oder Konfitüre verarbeiten und findet sich in Joghurt und Muffins. Natürlich ist gefrostete Ware auch unverarbeitet für den Verbraucher erhältlich.

Ein mit Blaubeeren gefüllter Gefrierschrank ist ein exzellenter Vitaminspeicher für den Winter. Blaubeeren enthalten hohe Mengen der Vitamine A, B1, C und D und stärken unter anderem das Immunsystem. Daneben haben Heidelbeeren eine Cholesterin senkende Wirkung. Die Ernährungswissenschaftler Steven Pratt und Kathy Matthews bezeichnen in ihrem Buch „Super Food – 14 Nahrungsmittel, die Ihr Leben verändern“ die Blaubeere als unverzichtbaren Bestandteil einer gesunden Ernährung.

Im Gegensatz zu anderen Beerenarten lassen sich Heidelbeeren bequem und problemlos einfrieren. Schonend in Gefrierbeuteln verpackt behalten sie ihre Konsistenz und Inhaltsstoffe und bleiben mindestens ein Jahr frisch.
Der „Bund deutscher Heidelbeeranbauer e.V.“ (BdH) ist die zentrale berufsständische Organisation für den Heidelbeeranbau in Deutschland. Die 1999 gegründete Interessenvertretung hat rund 100 Mitglieder in ganz Deutschland und repräsentiert damit etwa 70 Prozent aller Heidelbeerbetriebe des Landes.







Nachlese: Heidelbeersaison abgeschlossen – Schwieriges Erntejahr

Mit einem durchwachsenen Ergebnis für deutsche Erzeuger ist die Heidelbeersaison 2007 zu Ende gegangen. Erfreut zeigte sich der Bund deutscher Heidelbeeranbauer (BdH) über die erneute Erhöhung der Gesamterntemenge in Deutschland. Nach Berechnungen des BdH sind in diesem Jahr rund 9000 Tonnen einheimische Blaubeeren geerntet worden, was einem leichten Plus gegenüber dem Vorjahresergebnis entspricht. Hauptgrund der Steigerung bei der Erntemenge ist die Ausweitung der deutschen Anbaufläche von 1800 Hektar auf derzeit rund 2000 Hektar. 70 Prozent der in Deutschland geernteten Heidelbeeren kommen aus Niedersachsen.

 

Früher Erntebeginn

Geprägt war die Heidelbeersaison 2007 vor allem durch einen sehr frühen Erntebeginn. Infolge der warmen Witterung im Frühsommer begann die Ernte der blauen Früchte in den meisten Teilen des Landes drei Wochen früher als üblich. „Verbraucher und Vermarkter waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf frische Heidelbeeren eingestellt“, beschreibt BdH-Vorstandsprecher Udo Funch die Problematik. Zu den im Vorfeld der Saison befürchteten Ertragsverlusten wegen Blütenfrost und Hagelschäden ist es nach Erkenntnissen des BdH nicht gekommen. Die zahlreichen Sonnenstunden im April und Mai sowie die ausgiebigen Niederschläge im Juni und Juli hätten ausgleichend gewirkt, so Funch.

 

Erzeugerpreise unter Druck

Kritisch bewertet der BdH im Namen seiner Mitgliedsbetriebe die Ertragslage für das Jahr 2007. Funch: „Die Erzeugerpreise lagen dieses Jahr permanent rund 20 Prozent unter denen des Vorjahres. Bei Abgabepreisen von höchstens 3 Euro pro Kilogramm an den Großhandel kommen wir in einen Bereich, in dem die Rentabilität gefährdet ist.“ Noch sei Deutschland zusammen mit Polen das führende europäische Anbauland, die absehbare Ausweitung der Anbauflächen in Polen werde die Marktpreise in den kommenden Jahren aber weiter unter Druck setzen, befürchtet Funch.

Für die Zukunft setzt der BdH deshalb auf eine deutliche Ausweitung des Pro-Kopf-Verbauchs in Deutschland. Derzeit konsumiert jeder Deutsche im Durchschnitt rund 100 Gramm Heidelbeeren pro Jahr.

Der „Bund deutscher Heidelbeeranbauer e.V.“ (BdH) ist die zentrale berufsständische Organisation für den Heidelbeeranbau in Deutschland. Die 1999 gegründete Interessenvertretung hat rund 100 Mitglieder in ganz Deutschland und repräsentiert damit etwa 70 Prozent aller Heidelbeerbetriebe des Landes.

 

Eröffnung der Heidelbeersaison
in Niedersachsen

Am 20. Juli 2007 wurde auf dem Heidelbeerhof Vogeler in Sonnenborstel bei Nienburg/Weser offiziell die Heidelbeersaison in Niedersachsen eröffnet. Mit dabei waren die neu gekrönte Heidelbeerkönigin Susanne I, Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen, unser Vorsitzender Dr. Udo C. Funch vom Bund deutscher Heidelbeeranbauer und weitere 100 Ehrengästen. Funk, Fernsehen und Presse berichteten von der Veranstaltung. Mehr Informationen unter www.vogeler-heidelbeeren.de .

 

Nachstehend die Presseinformation zur Saisoneröffnung der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V.
vom Juli 2007, Herr Jörg Helmsen

Rund, blau, lecker und trotzdem gesund -
Heidelbeersaison auf vollen Touren

Die Einwohnerzahl des kleinen, nur 152 Seelen zählenden, niedersächsischen Dorfes Sonnenborstel bei Nienburg/Weser verdoppelte sich nahezu, als Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen gemeinsam mit der neu gekrönten Heidelbeerkönigin Susanne l. am 20. Juli vor rund 100 Ehrengästen sowie Vertretern von Presse, Funk und Fernsehen offiziell die diesjährige Heidelbeersaison eröffnete. Wobei „eröffnen" nicht ganz wörtlich zu nehmen ist, denn die heimischen Kulturheidelbeeren haben jetzt bereits Hochsaison. Rund zehn Wochen im Jahr werden die blauen Früchtchen in Deutschland in den Monaten Juli bis September geerntet. In diesem Jahr gibt es Kulturheidelbeeren allerdings schon seit Ende Juni bei den Erzeugern, im Lebensmittelhandel oder auf dem Wochenmarkt. Die warme Witterung im April und Mai hat dafür gesorgt, dass die Beeren früher reif wurden.

Auf dem Heidelbeerbetrieb Vogeler stellte Ehlen die Vorzüge des auch als Blau- Schwarz- oder Bickbeeren bekannten Obstes heraus, Geschmack, gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe und die Besonderheit als saisonale Spezialität seien Trumpfkarten der blauen Beeren. Der Anbau in der Region ermögliche kurze Wege vom Erzeuger zum Verbraucher ohne aufwändige Transportwege und biete konkurrenzlose Frische.

Noch ist der Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen mit 100 Gramm Frischverzehr im Jahr gering, aber die blauen Früchte erfreuen sich bei Verbrauchern zunehmender Beliebtheit. Die Nachfrage steigt von Jahr zu Jahr um fünf bis zehn Prozent. In Deutschland werden auf einer Fläche von rund 2000 Hektar Heidelbeeren angebaut, 2006 waren es noch 1800 Hektar. Niedersachsen ist Heidelbeerland Nr. 1 in Deutschland - von hier stammen rund 70 Prozent der heimischen Heidelbeeren.

Udo Funch, 1. Vorsitzender des Bundes deutscher Heidelbeeranbauer e.V., wies darauf hin, dass gerade jetzt zum Saisonhöhepunkt Blaubeeren auch im Lebensmittelhandel für Verbraucher preiswert seien. Zum Saisonende hin, das in diesem Jahr bereits Ende August zu erwarten sei, würden aufgrund eines knapperen Angebotes die Preise voraussichtlich wieder steigen.
Die Familie Vogeler baut seit Anfang der 70-er Jahre Kulturheidelbeeren an. Zum Vollerwerbsbetrieb am Rande des Lichtenmoores mit einer Größe von rund 20 Hektar gehören drei Heidelbeerplantagen.

Jörg Helmsen
j.helmsen@mg-niedersachsen.de

 


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